Fit For Rating

Banken werden – bedingt durch die Konsequenzen aus Basel II – zukünftig bei allen Kreditentscheidungen das Ergebnis des Unternehmensratings für die Erstvergabe oder Prolongation von Krediten und die Festlegung der Kreditkonditionen heranziehen und insbesondere an Unternehmen mit einem schlechten Rating keinen Kredit mehr vergeben.

Gerade mittelständischen Unternehmen ist jedoch alternativ der Zugang zur Börse bzw. zum Kapitalmarkt meist verwehrt, so dass sie auf die klassischen Bankkredite angewiesen sind. Vor diesem Hintergrund und der immer vorsichtigeren Risikoeinstellung der Banken müssen die Organe der betroffenen Unternehmen umgehend die notwendigen Schritte einleiten, um zukünftig ein besseres Rating zu erhalten.

Damit können auch neue Finanzierungsquellen wie z.B. Mezzanine-Kapital oder sogenannte Mittelstands-Anleihen erschlossen, das Verhältnis zu Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern gefestigt und letztendlich Wettbewerbsvorteile generiert werden.

Die ALCONET Management Consulting hat zu dieser Problemstellung ein modulares Vorgehensmodell entwickelt, das interne und externe Einflüsse berücksichtigt.

Prozesse

Das modulare Vorgehensmodell berücksichtigt 12 interne und 4 externe Einflüsse (Abb. 1). In seiner Gesamtheit bietet dieses Modell insbesondere folgende signifikante Vorteile:

1. Transparenz über

  • die aktuelle Chancen- und Risikensituation sowie die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen, Prozesse und Systeme.
  • die notwendigen Schritte zur Optimierung der bereits bestehenden Maßnahmen (Kosten/Nutzen-Relation).
  • den derzeitigen Stand der Zielerreichung und Generierung von zusätzlichen Maßnahmen zur Zielerreichung der mittelfristigen Ziele des Unternehmens der nächsten 3-5 Geschäftsjahre.

2. Cockpit zur Unternehmenssteuerung und aussagekräftiges Reporting zur Überprüfung von Zielerreichung
   und Status der verabschiedeten Maßnahmen (Arbeitsfortschritt).

3. Implementierung eines Frühwarnsystems

Vorgehensweise

Die Phasen zur Vorbereitung auf die Durchführung des Ratings unterteilen sich in drei Module. Diese bauen inhaltlich aufeinander auf, können aber auch einzeln erarbeitet werden. Die Adaption aller Module garantiert jedoch den größten nachhaltigen Erfolg und trägt somit wesentlich zur Existenz- und Zukunftssicherung des Unternehmens bei.

Modul I „Verifizierung Zielsystem“ konkretisiert aus vorhandenen Unterlagen und Interviews mit dem oberen Management die strategische Marschrichtung, d.h. wohin und mit welchen Zielen und Maßnahmen sich das Unternehmen, die Geschäfts- und Funktionsbereiche entwickeln und Werte für die Anspruchsgruppen generieren wollen.

In Modul II „Chancen- und Risikenassessment“ werden systematisch alle Chancen und Risiken, die mit ihren positiven oder negativen Auswirkungen das Erreichen der Unternehmensziele unterstützen respektive gefährden in 16 verschiedenen Kategorien im Hinblick auf ihre Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe analysiert, bewertet und die Ergebnisse in den weiteren Planungs- und Steuerungsprozess integriert.

Modul III „BSC-Systematik und Integration in das Berichtswesen“ leitet für diese Ergebnisse und daraus resultierende wertschöpfende Massnahmen aussagekräftige Messgrößen ab. Darauf aufbauend wird eine Balanced-Scorecard-Struktur erstellt, implementiert, in die Controlling-Systeme und somit in das monatliche Reporting integriert sowie auf höchster Aggregationsstufe als Cockpit zur Unternehmenssteuerung dargestellt.

Auf dieser Basis wird dann das Rating von einer renommierten Ratingagentur mit dem Ergebnis einer Ratingnote nach internationalem Kapitalmarktstandard erstellt. Der Aufwand zur Vorbereitung auf die Durchführung eines Ratings liegt bei ca. 5 Tagen unter der Voraussetzung eines formulierten Zielsystems zuzüglich ca. 1 Tag für das Ratingverfahren selbst.

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